Wichtig ist schon einmal, dass jeder International Student grundsätzlich von der Uni
für ein Jahr versichert werden muß. Die Kosten dafür bekommt Ihr bei der ersten
Rechnung über die Studiengebühren mit in Rechnung gestellt. An diesen Kosten geht kein
Weg dran vorbei, da es in Australien gesetzlich geregelt ist, dass jeder Student für mindestens
1 Jahr automatisch versichert wird. Aber Vorsicht, solltet Ihr länger als 1 Jahr bleiben wollen,
so müßt Ihr die Versicherung selbst wieder erneuern. Sonst geht Eurer Visum flöten und
Ihr seid natürlich im Extremfall für kurze Zeit vollkommen ohne Versicherungsschutz.
Was genau deckt jetzt diese Grundversicherung? Auf jeden Fall ist die medizinische Versorgung
sichergestellt. Hier bei der University of Sydney gibt es Ärtze auf dem Campus, und wenn Ihr
die aufsucht, zahlt Ihr gar nichts. Solltet Ihr andere australische Ärzte kontaktieren, müßt
Ihr meistens das Geld vorstrecken (also Quittung geben lassen) und bekommt später den Großteil
wieder. Es kann aber passieren, dass Ihr 15 % der Kosten selbst tragen müßt. Das liegt
daran, dass die Versicherung von einem festgelegten Kostenschema ausgeht, Ärzte können
aber bis 15 % mehr berechnen. Sollte das passieren, so müßt Ihr eben diese Differenz
selber tragen.
Generell werden Kosten für augenärztliche Untersuchungen, Schwangerschaften, langfristige
Behandlungen, die schon vor Einreise angefangen wurden, usw. nicht getragen. Wie gesagt,
man genießt nur eine Grundversicherung. Mehr Informationen gibt es aber auf den Webseiten der
Versicherungsgesellschaften im Internet. Da die Uni Euch auf dem Willkommensschreiben den Namen
des Versicherers mitteilt, solltet Ihr keine Probleme haben, die entsprechende Seite zu finden.
Bis vor kurzem hatte hier die
Medibank
das Versicherungsmonopol. Das hat sich aber Anfang 2001 geändert,
so dass jetzt jede Menge andere Anbieter auf den Markt strömen. Die meisten Unis arbeiten
aber noch standardmäßig mit Medibank zusammen, da noch keine Erfahrungen mit den anderen Anbietern
vorliegen. Solltet Ihr länger als 1 Jahr bleiben, dann könnte sich aber ein Vergleich der
Anbieter lohnen, da Ihr ja dann selbst eine Versicherung abschließen und die Gesellschaft wählen müßt.